Die Darm-Herz-Achse: neue Erkenntnisse über Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen.

Die Darm-Herz-Achse: neue Erkenntnisse bei Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache weltweit. Wir sehen jedoch immer deutlicher, dass das Herz nicht nur eine Pumpe ist, sondern auch von einem anderen Organ beeinflusst wird: dem Darm. Die Darm-Herz-Achse zeigt, wie das Mikrobiom, das Immunsystem und die Stoffwechselprodukte den Blutdruck, den Herzrhythmus und die Belastbarkeit des Herzens mitbestimmen.

Multi-omics macht diesen verborgenen Dialog sichtbar und bietet Ärzten zusätzliche Anhaltspunkte für Diagnose, Therapieauswahl und Prävention.

Das klinische Problem

  • Bluthochdruck und Atherosklerose lassen sich durch die klassischen Risikofaktoren nicht vollständig erklären.
  • Patienten mit Herzinsuffizienz leiden häufig unter Müdigkeit und Entzündungen, selbst bei guter Medikamentenkontrolle.
  • Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern werden mit Stoffwechsel- und Mikrobiomstörungen in Verbindung gebracht.

Majumder et al, Indian Heart J. 2024 und Rezabakhsh et al, Cell Comm. 2025 bestätigen, dass die Darm-Herz-Achse dabei eine zentrale Rolle spielt.

Multi-omische Erkenntnisse über die Darm-Herz-Achse

  1. Mikrobiom-Dysbiose und Herzerkrankungen
    - Shariff et al, Ann Med 2024: Dysbiose erhöht TMAO (Trimethylamin-N-Oxid), das Gefäßschäden und Thromboserisiko verstärkt.
  2. Paneth-Zellen und Barrierefunktion
    - Rezabakhsh et al, 2025: Eine Funktionsstörung der Paneth-Zellen im Darm kann eine systemische Entzündung auslösen, die eine Herzinsuffizienz verschlimmert.
  3. Arrhythmogenese
    - Cheraghi et al, Pathol Res Pract 2025: bestimmte bakterielle Metaboliten beeinflussen Ionenkanäle und erhöhen das Risiko von Herzrhythmusstörungen.
  4. Cardio-metabolic crosstalk
    - Schiattarella et al, Circ Res 2025: beschreibt die interorganische Kommunikation zwischen Darm, Herz und Stoffwechsel als Erklärung für HFpEF (Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion).
  5. Proteomik als Diagnoseinstrument
    - Snelson et al, Circ Res 2025: Fäkale Metaproteomik zeigt, wie mikrobielle Proteine mit Entzündungen und dem Fortschreiten der Herzinsuffizienz in Verbindung stehen.

Innovative Lösungen für die Klinik

  1. Kardio-Mikrobiom-Karte
    - My InnerSelfie kombiniert DNA, Mikrobiom-Profile und Metaboliten (z. B. TMAO, SCFAs) zu einer personalisierten Risikokarte.
  2. Entzündungsprofile
    - Frühzeitige Erkennung von mikrobiell bedingten Entzündungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz.
  3. Arrhythmie-Risiko-Index
    - Analyse von Stoffwechselprodukten, die die elektrische Erregungsleitung beeinflussen, um gefährdete Patienten zu identifizieren.
  4. Personalisierung der Therapie
    - Multi-omics kann Ärzte bei der Dosierung und dem Timing von kardiovaskulären Medikamenten (z. B. Statine, Antikoagulantien) unterstützen.

Warum My InnerSelfie einzigartig ist

  • Multi-omische Integration: DNA, Metaboliten und Mikrobiom werden gemeinsam analysiert.
  • Schwerpunkt Crosstalk: Wir zeigen, wie sich die Kommunikation zwischen Darm und Herz auf Blutdruck, Rhythmus und Entzündung auswirkt.
  • Vorbeugende Präzision: Risiken wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen können frühzeitig erkannt werden.
  • Zusätzliches Hilfsmittel für den Arzt: Entscheidungen bleiben immer in den Händen des Kardiologen; wir liefern zusätzliche Beweise.
  • Die Pflege von morgen: innovativ, präventiv und immer maßgeschneidert. Die Innovation von heute wird zum Standard von morgen - sicher und fundiert.

Wichtige Erkenntnisse

  • Herz und Darm kommunizieren ständig über Stoffwechselprodukte und Immunsignale.
  • Eine Dysbiose trägt zu Bluthochdruck, Herzversagen und Herzrhythmusstörungen bei.
  • Multi-omics macht dieses Zusammenspiel sichtbar und bietet Ärzten eine neue Dimension der Präzisionskardiologie.

Wissenschaftliche Referenzen

  • Majumder S, Makwana RK, Shetty V, et al. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Wechselwirkung zwischen Herz und Darm. Indian Heart J. 2024.
  • Rezabakhsh A, Habtemariam S, Parvizi R, et al. Darm-Herz-Achse und Paneth-Zell-Dysfunktion bei CVD. Cell Comm & Signal. 2025.
  • Schiattarella GG, Kontaridis MI. Interorganischer Crosstalk bei Herzinsuffizienz und kardiometabolischen Erkrankungen. Circ Res. 2025.
  • Cheraghi M, Nazari A, Souri F. Darmmikrobiota und kardiale Arrhythmogenese. Pathol Res Pract. 2025.
  • Luo L, Zuo Y, Dai L. Metabolic rewiring and gut-heart crosstalk in diabetic HFpEF. Cardiovasc Diabetol. 2025.
  • Shariff S, Huey AKS, Soni NP, et al. Unlocking the gut-heart axis in CVD. Ann Med. 2024.
  • Kondapalli N, Katari V, Dalal KK. Mikrobiota und Metaboliten bei CVD. Comp Biochem Physiol. 2025.
  • Snelson M, Muralitharan RR, Liu CF, et al. Darm-Herz-Achse bei Herzinsuffizienz über fäkale Metaproteomik. Circ Res. 2025.
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